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kommentare zu politik und wirtschaft  6.2006 IMPRESSUM Site NAVIGATION

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27.6.06 Gold als Bestandteil eins Portofolios

Großartiger Artikel von Barisheff, insbesondere den  Verweis auf die Präsentation sollte man nutzen. Dort die Seiten (Nr. 21 und 22) zum Vergleich Gold und Dollar Kaufkraft sind einfach überzeugend.

 

26.6.06 Benzinimport im Iran reduziert, und bei uns ....
Iran streicht Benzin-Importe - Rationierung angekündigt
Der Iran wird ab September seine Benzin-Importe einstellen und sich dann auf die eigene Produktion beschränken. In der kommenden Woche werde entschieden, wann die damit verbundene Rationierung des Benzins beginne, sagte Ölminister Kasem Wasiri-Hamaneh am Freitag. Das Parlament hatte zuvor eine Reduzierung der Staatsausgaben für Benzin-Importe beschlossen. Experten zufolge zielt die Entscheidung des Parlaments darauf ab, das Land weniger anfällig für Sanktionen zu machen. Die Einschränkung der Benzinverkäufe wäre eine Möglichkeit der internationalen Gemeinschaft, den Iran wegen seines Atomprogramms unter Druck zu setzen. Obwohl der Iran nach Saudi-Arabien über die zweitgrößten Erdölreserven der Welt verfügt, ist das Land wegen unzureichender Verarbeitungskapazitäten auf Benzin-Importe angewiesen. Rund 40 Prozent des täglichen Bedarfs von etwa 75 Millionen Liter müssen eingeführt werden.
Und was wäre wenn man bei uns die Ölimporte reduzieren würde.
Unwahrscheinlich sagen sie sich, aber wie sieht es mit der Realität aus.
Ein einfacher Blick auf die Fakten ist hier sicher aufschlussreich, sehen wir uns doch einmal die 21 größten Ölfelder der Welt näher an:
Ölfeld ( größtes zuerst ),  Land, Schätzung der Größe Status
1. Ghawar, Saudi Arabia 75-83 billion barrels Unbekannt, siehe unten
2a. Burgan, Kuwait 66-72 billion barrels CONFIRMED DECLINE ~14% (Source)
2b. Cantarell, Mexico, Komplex von Feldern, 35 Billion Barrels CONFIRMED DECLINE ~14% (Source)
3. Bolivar Coastal, Venezuela 30-32 billion barrels Unbekannt, siehe unten
4. Safaniya-Khafji, Saudi Arabia/Neutral Zone 30 billion barrels Unbekannt, siehe unten
5. Rumaila, Iraq 20 billion barrels Unbekannt
6. Tengiz, Kazakstan 15-26 billion barrels Unbekannt
7. Ahwaz, Iran 17 billion barrels  Ahwaz CONFIRMED DECLINE ~64%  (Source)
8. Kirkuk, Iraq 16 billion barrels Rückgang ?
9. Marun, Iran 16 billion barrels CONFIRMED DECLINE (Source)
10. Gachsaran, Iran 15 billion barrels Unbekannt
11. Aghajari, Iran 14 billion barrels CONFIRMED DECLINE (Quelle)
12. Samotlor, West Siberia, Russia 14-16 billion barrels  CONFIRMED DECLINE ~ 9% (Simmons Buch IIRC)
13a.Prudhoe Bay, Alaska, USA 13 billion barrels CONFIRMED DECLINE ~11% (Multiple Quellen)
13b. Kashagan, Kazakhstan 13 billion barrels Unbekannt
14. Abqaiq, Saudi Arabia 12 billion barrels Unbekannt, in meiner Präsentation "warum Öl und Gas immer teurer werden" finden Sie einen Querschnitt der fast nur Wasser zeigt, Original Quelle im Web nicht mehr auffindbar
15. Romashkino, Volga-Ural, Russia 12-14 billion barrels Unbekannt
16. Chicontepec, Mexico 12 billion barrels Unbekannt
17. Berri, Saudi Arabia 12 billion barrels Unbekannt, siehe unten
18. Zakum, Abu Dhabi, UAE 12 billion barrels Unbekannt
19. Manifa, Saudi Arabia 11 billion barrels Unbekannt, siehe unten
20. Faroozan-Marjan, Saudi Arabia/Iran 10 billion barrels Unbekannt, siehe unten
21. Marlim, Campos, Brazil 10-14 billion barrels CONFIRMED DECLINE ~8% (Source)
Bemerkungen:
Iran hat insgesamt seinen Förderpeak schon 1971 überschritten und ist nicht in der Lage die OPEC Förderquote zu liefern.
Saudi Arabiens ältere Ölfelder haben einen Rückgang von im Schnitt 8 % , der durch Maßnahmen (zusätzliche Bohrungen, was zu einer schnelleren Ausbeutung führt) auf 2% reduziert wird.
Auch Venezuela ist nicht in der Lage seine OPEC Förderquote zu erfüllen.

In der Grafik sehen Sie die aktuellen Fördermengen und die OPEC Quoten.

 

Hier können Sie sich eine Excel Datei herunterladen, mit der Sie selbst die Abnahme der Fördermengen berechnen können.

 

19.6.2006 Bank von England manipulierte Goldmarkt

Wie schon von Gary Dorsch am 22.5.2006 angedeutet, wurde die Korrektur des Goldpreises seit dem 12.5.2006 durch eine Manipulation der Bank von England ausgelöst. Guter Artikel mit Details dazu von Dan Norcini. Hintergrund dieses Vorgehens: Der Goldpreis hat die Funktion eines Kanarienvogels im Schacht. Der Goldpreis misst letztlich das Vertrauen beziehungsweise Misstrauen in das schön bedruckte Papier, dass weltweit von Druckerpressen in immer größeren Mengen ausgeworfen wird. Steigt der Goldpreis zu sehr, ist das das für die Zentralbanken ein extremes Warnsignal. Angesichts der katastrophalen Vorgehensweisen der Zentralbanken ist dieses Misstrauen auch gerechtfertigt. Die US Fed hat praktischerweise seit 2 Monaten aufgehört die Geldmenge M 3 zu veröffentlichen!


15.6.2006 Tagebau Minen werden durch Reifenmagel  ausgebremst

Versorgungsengpässe bei großen Offroad Reifen für Riesen-Trucks und andere Fahrzeuge, die mindestens noch bis 2008, zum Teil sogar bis 2010 bestehen, werden die Expansion in allen Tagebauminenbereichen weltweit behindern. Bei steigendem Bedarf ist das, neben einer Reihe anderer Engpässe, ein deutlicher Hinweis auf weiter steigende Preise bei Commodities. Guter Bericht dazu.

 

15.6.2006  Ölförderung stagniert seit Ende 2004, neueste Daten

Stuart Stainiford von The Oil Drum verfolgt seit längerem die aktuelle Ölförderung. Hier seine neueste Auswertung mit einigen sehr aussagefähigen Grafiken.

14.6.2006 Lemmingland

Was passiert eigentlich an der deutschen und der US Börse? Die oft zitierte Zinsangst die täglich neue Kurseinbrüche auslöst ist, zwar eine vorgeschobene Erklärung für die Massenpanik an der US Börse, der sich die Deutschen Börsen meist übersteigernd anschließen, aber es ist keine Erklärung für das tatsächliche Geschehen.

Zunächst einige Fakten: 

Die Weltwirtschaft wächst derzeit mit einer Quote von ca 5%.
Weder Europa noch die USA befinden sich in wirtschaftlicher Rezession, die meisten Unternehmen machen gut Gewinne.
Das der Förderhöhepunkt bei Öl erreicht ist (peak oil) hat sich noch nicht wirklich herumgesprochen (siehe meine Präsentation dazu), und das wäre wirklich ein Grund zur Panik.
Länder wie China und Indien mit einem guten Drittel der Weltbevölkerung ( die endlich auch so gut Leben möchten wie die Menschen in den USA oder Europa) wachsen mit enormen Quoten (stellen Sie sich den Binnenmarkt vor, das ist wie Deutschland Anfang der 50 er Jahre, multipliziert mit dem Faktor 40), und einem gigantischen Rohstoffbedarf.

Was die Märkte derzeit bewegt ist der verzweifelte Versuch der US Fed, das Vertrauen in den  US Dollar (und die T Bonds!) aufrechtzuerhalten, und die Inflation, die sie selbst mit einer gewaltigen Aufblähung der Geldmenge seit 2000 herbeigeführt hat, wieder in den Griff zu bekommen. Im weiteren Sinne ist dies der Versuch die Weltmachtrolle auch weiterhin zu verteidigen. Angesichts der Randbedingungen, wird jedoch weder das eine noch das andere gelingen. Der Dollar wird weiter an Wert verlieren (müssen), schon um das gigantische Handelsbilanzdefizit wertmäßig zu mindern. Davon abgesehen bringt  ein schwacher Dollar erhebliche Vorteile für exportorientierte Unternehmen. Auch die Weltmachtrolle wird sich a la longue nicht halten lassen. Die Energieabhängigkeit der USA von fremdem Öl und Gas ist so gewaltig, dass die notwendigen Veränderungen, selbst wenn sie sofort beginnen würden, kaum zu bewältigen sind (siehe HIRSCH Report). Das wird erhebliche Auswirkungen auf die Fähigkeit und die Bereitschaft zu Machtprojektion mit sich bringen. China ist hier in einer wesentlich besseren Position, weil es derzeit seinen Energiebedarf noch zu ca 77% mit eigener Kohle deckt.

Ich gehe  davon aus, dass der Aktienmarkteinbruch seit dem 11.5.06 nicht zum Crash wird, das wird später passieren. Es wird in den nächsten Tagen zu einer neuen Rally kommen. On the long run sind die großen Anlage-Themen: Gold ; Hedging gegen die Geldentwertung die außer dem Dollar auch den Euro treffen wird, auch hier wurde die Geldmenge M3 in ähnlicher Quote  wie in den USA erhöht, ohne das dem eine entsprechende Wertschöpfung entgegenstand. Energie (insbesondere auch Uran) und Rohstoffe (Commodities und Minenaktien) und Asien.


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